Ein neuer Gebührenvergleich zeigt, wie stark währungsbezogene Entgelte die Kosten von Krypto-Karten erhöhen können. Dabei handelt es sich ausdrücklich um Modellrechnungen und nicht um eine allgemeingültige Kostenrangliste.
Die am 28. Oktober veröffentlichte Analyse von TokenPost legt monatliche Käufe von 500 US-Dollar zugrunde, also 6.000 US-Dollar über ein Jahr. Nicht einbezogen sind Ausgabe- und Abonnementgebühren, Aufladungen, Geldautomaten, Blockchain-Gebühren, Händlerzuschläge und Cashback. Die Rechnung ist auch kein aktueller Wechselkurs.
Bei RedotPay kombiniert die höchste Schätzung die ausgewiesene Gebühr von 1,2% für Käufe außerhalb der Kartenwährung mit der Gebühr von 1% für die Krypto-Umrechnung. Falls beide Entgelte auf dieselben Käufe anfallen, ergeben sich 2,2% beziehungsweise 132 US-Dollar auf den modellierten Jahresumsatz. Diese Bedingung ist wesentlich: Die Quelle belegt nicht, dass bei jedem RedotPay-Kauf beide Gebühren anfallen.
Für KAST Standard nennt der Bericht eine Fremdwährungsgebühr von 0,5% bis 1,75% bei Zahlungen außerhalb des US-Dollars. Im Modell entspricht das 30 bis 105 US-Dollar. Der jeweilige Satz hängt vom Wohnsitz des Karteninhabers, dem Transaktionsland und dem Kartenprogramm ab. Bei Nicht-USD-Umsätzen unter 25 US-Dollar können zusätzlich 0,10 US-Dollar anfallen; häufige Kleinstkäufe verteuern sich dadurch über die prozentuale Gebühr hinaus.
Bei UPay trennt der Bericht Auflade- von Kaufgebühren. Für eine physische USD-Karte weist er eine Gebühr von 2% auf Nicht-USD-Umsätze aus. Auf den gesamten Jahresumsatz angewendet wären das 120 US-Dollar. TokenPost weist ausdrücklich darauf hin, dass dies keine bestätigte Gebühr für alle UPay-Kartenarten ist.
Für ether.fi Cash liegt der genannte Basis-Wechselkursaufschlag bei Käufen außerhalb von US-Dollar und Euro bei etwa 1%. Im Core-Tarif können weitere 0% bis 0,5% hinzukommen. Der Abrechnungszeitpunkt kann den angewendeten Satz beeinflussen. Die Euro-Funktion ohne Aufschlag befindet sich noch in der Beta-Phase und setzt eine Händlerabrechnung in Euro voraus.
Der Vergleich veranschaulicht vor allem die Gebührenmechanik; er meldet keine Gebührenänderung. Die tatsächlichen Kosten hängen vom Kartenprogramm, den Währungen, der Transaktionsgröße und davon ab, ob mehrere Entgelte gleichzeitig anfallen.